Schilanglauf als Sport

"Schilanglauf und Schiwandern aus medizinischer Sicht"

.. ein Beitrag von Dr. Kurt Leitner, Arzt für Allgemein- und Sportmedizin.
Diese beiden Sportarten gehören in den Kraft-Ausdauerbereich mit hohem koordinativem Anteil und haben durch ihre Ganzkörperbelastung eine hervorragende Wirkung aus vorbeugender, aber auch aus therapeutischer Sicht in einer Gesellschaft, die durch Bewegungsarmut geprägt ist.
In richtiger Belastungsintensität und regelmäßig durchgeführt, ergeben sich eine Vielzahl von positiven Wirkungen auf verschiedenste Organsysteme in unserem Körper:

  • Ausdauertraining ist blutdrucksenkend (ähnlich einem Medikament)
  • das Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt
  • die Blutfettwerte in einen optimalen Bereich gesenkt
  • die Gehirndurchblutung gesteigert, wie es kein Medikament kann
  • das Immunsystem verbessert
  • das Risiko für eine Krebserkrankung reduziert
  • die Psyche stabilisiert

Im orthopädischen Bereich kommt es beim Schilanglauf ....

  • zu einer höheren Stabilisierung der Gelenke (durch Verbesserung der Kraftverhältnisse der
    Muskulatur) und dadurch zur Verminderung des Verletzungsrisikos bei Stürzen,
  • zu einem Entgegenwirken gegen vorzeitige Abnützung der Gelenke.


Viele wollen jedoch nur einen Ausgleich zur Belastung im Alltagsleben und dabei die Natur sowie die schöne Landschaft genießen.
Genussvolles Langlaufen verringert den schädlichen Distress, dem wir heute im Berufs- und Alltagsleben häufig ausgesetzt sind und der oftmals die Basis für die Entstehung vieler Krankheiten darstellt.

Voraussetzung für all diese positiven Wirkungen ist eine den Anforderungen entsprechende Loipenführung, vor allem nicht zu schwer und ständig in einem sehr gut präparierten Zustand, sodass diese auch von Ungeübten problemlos bewältigt werden kann.

Außerdem ist es sinnvoll sich vor Aufnahme der sportlichen Belastung einer sportmedizinischen Untersuchung zu stellen, um einem hohen Risiko aus dem Wege zu gehen. Dies ist umso wichtiger, wenn bereits Erkrankungen oder Risikofaktoren bestehen. Zusätzlich ist es danach möglich, gezielt und im richtigen Intensitätsbereich den Lieblingssport auszuüben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Schilanglauf ist, die richtige Technik dafür zu erlernen. Sportarten, die schwierig zu erlernen sind und einen hohen koordinativen Aufwand erfordern, ergeben bei unsachgemäßer Anwendung eine sehr hohe Stoffwechsel- und Herzkreislaufbelastung (Übersäuerung der Muskulatur, hohe Herzfrequenzen). Damit ist das Risiko gegeben, durch eine Sportart, die Spaß und Vorbeugung vor Erkrankungen bedeuten soll, das genaue Gegenteil zu erzeugen.
Die richtige Technik erlernen Sie in angebotenen Kursen oder durch die örtlichen Schischulen.

Gönnen Sie sich mehr Spaß und Vergnügen durch richtige Technik und Intensität, dann steht einem Langlaufvergnügen in Hohentauern nichts im Wege.